5. Juni 2016

Pause ohne Anfang

Dinge anfangen und sie nicht fortführen – das konnte ich schon immer gut. Voller Tatendrang (oder eher Schreibdrang) startete ich im November diesen Blog-Versuch und nahm mir vor, hier regelmäßig alles zu teilen, was mir Freude macht. Das machte ich dann genau drei Mal, bevor mir mehrere Faktoren dazwischen funkten. Da war zum einen die Uni, die sich vor Weihnachten in ein Stressmonster zu verwandeln schien und zum anderen dieser neue Job, der so unerwartet wie schnell kam. Neben der neuen Doppelbelastung wollte ich meine freie Zeit hauptsächlich ruhig verbringen und auf das Schreiben von Blogposts hatte ich dann zugegebenermaßen einfach keine Lust. Wer beruflich viel schreibt, kennt das sicher – vor allem am Anfang eines solchen ‘Kreativjobs’. 

Inzwischen haben sich die Dinge angenehm eingependelt. Der Stress ist im neuen Semester – das sich inzwischen schon rasend schnell dem Ende zubewegt – zwar nicht weniger geworden, ich habe aber gelernt, mir die Zeit sinnvoller einzuteilen und effizienter zu arbeiten. Der Sommer ist da und bringt so viele Veränderungen mit. Und plötzlich ist sie wieder da: Die Motivation zum Schreiben – und zwar nur für mich. Nicht für die Arbeit, nicht für die Uni, nur für mich (und irgendwelche Menschen, die meine Zeilen vielleicht lesen werden). 

Wir werden sehen, wie lange diese neue alte Motivation anhalten wird. In den kommenden Monaten steht Vieles an. Aufregendes, Schönes, über das es sich sicherlich zu berichten lohnt. Vielleicht aber auch nicht. Das schöne an so einem virtuellen Wohnzimmer ist doch, dass hier alles kann und nichts muss, oder? Wenn ich mich hinein setzen und plaudern möchte, kann ich die Tür jederzeit öffnen. Und wenn nicht, bleibt sie eben für ein paar Wochen zu.